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Intermittierendes Fasten

Das intermittierende Fasten beschreibt nicht etwa eine spezielle Form des typischen Fastens, es bezeichnet hingegen einen bestimmten Essrhythmus. Man isst dabei also – im Vergleich zum echten Fasten – sehr wohl, nur eben zu bestimmten Zeiten und vor allem nur in bestimmten Zeitabständen. Man wechselt dabei zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und der Nahrungskarenz. Die Annahme ist, dass die Risiken für altersbedingte Krankheiten dadurch reduziert werden, das Abnehmen leichter gelingt, wir deutlich mehr Energie haben, weniger Schlaf brauchen, schneller regenerieren. Der Schlüssel ist ein Wunderstoff den der Körper bei dieser Art der Ernährung selbst bildet: Ketone.Intermittierendes Fasten soll der ursprünglichsten Form unserer Nahrungsaufnahme entsprechen. Warum? Für uns moderne Menschen ist es normal, ein kontinuierliches Nahrungsangebot zur Verfügung zu haben. Schliesslich gibt es im Supermarkt zu jeder Zeit alles, was unser Herz begehrt – und das auch noch im Überfluss. Für unsere Vorfahren, die als Jäger und Sammler lebten, war dies nicht der Fall. Nahrung stand dann zur Verfügung, wenn das Wild erlegt wurden oder entsprechende Nahrungsmittel gefunden wurden, aber längst nicht zu jeder Zeit. Unfreiwillige Fastentage waren keine Seltenheit. Unser Körper und unser Immunsystem ist über jahrtausende grundsätzlich genau so programmiert. Längere Phasen von Karenz, kurze Phasen der Nahrungsaufnahme. 

Es wechseln sich grundsätzlich die Phasen der Nahrungsaufnahme und die Phasen wo keine Nahrung aufgenommen wird ab. Es unterscheiden sich drei Basis-Varianten:

Leangains – die 16/8 Methode

Bei der Leangains – 16/8 Methode wird das Frühstück ausgelassen und die tägliche Essenszeit auf 8 Stunden beschränkt. Zum Beispiel von 14Uhr – 22Uhr. Die Leangains Methode ist die gängigste unter den Fasten-Modellen und auch die beliebteste. Sie ist prima in den Alltag einzubauen und man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Warrior Diät – die 20/4 Methode

Hierbei wird grundsätzlich den ganzen Tag gefastet und innerhalb von 4 Stunden alles gegessen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass du über den Tag verteilt kleine Mengen an Obst und Gemüse zu dir nehmen darfst und innerhalb der 4 Stunden dann richtig isst.

Eat-Stop-Eat

Hierbei handelt es sich um 24 Stunden fasten. An 1-2 Tagen pro Woche wird komplett gefastet und an 5-6 Tagen normal gegessen.

Aktuelle Studien Intermittierendes Fasten verbessert die Gesundheit

  • Intermittierendes Fasten reguliert den Blutzuckerspiegel – Das intermittierende Fasten führt zu verminderten Blutzucker- und Insulinwerten.
  • Intermittierendes Fasten senkt Bluthochdruck – In Versuchen mit Nagetieren und anderen Spezies, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurden, konnte wiederholt bestätigt werden, dass intermittierendes Fasten zur Verbesserung all dieser Werte führt. Einheitliche Studien am Menschen sind bisher nicht in demselben Mass durchgeführt worden, jedoch konnten bei stichprobenartigen Untersuchungen fastender Menschen ähnliche Beobachtungen gemacht werden.
  • Intermittierendes Fasten reguliert Cholesterinspiegel – vergleichend herangezogen werden auch Untersuchungen, die bei fastenden Muslimen während dem Fastenmonat Ramadan gemacht wurden. Hierbei handelt es sich ja im Grunde ebenfalls um eine Art intermittierendes Fasten. Man isst nur nach Sonnenuntergang, womit sich die Zeit der Nahrungsaufnahme – hier zwar aus religiösen und weniger aus gesundheitlichen Gründen – auf nur wenige Stunden pro Tag beschränkt.So konnten bei den Fastenden reduzierte Werte der potentiell gefässschädigenden LDL-Cholesterine bei gleichzeitigem Anstieg der gefässprotektiven HDL-Cholesterine gefunden werden.Dies legt den Schluss nahe, dass neben den oben genannten Werten (Blutzucker und Blutdruck) auch die Blutfettwerte durch das intermittierende Fasten günstig beeinflusst werden können.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass zwar eine Art Entschlackung keine positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, sicherlich jedoch mindestens Mal ein bewusster Umgang mit den Thema Ernährung. Gehen wir bewusst mit unserer Ernährung um, hat es zwangsläufig positive Effekte. Vielleicht ist jetzt eine gute Gelegenheit eine zuckerfreie Zeit einzuläuten oder den Verzicht auf Alkohol oder tierische Produkte. Vielleicht legt Ihr damit den Grundstein für eine grundlegend gesunde und bewusste Ernährung. Es liegt an euch.
Wir freuen uns auf eure Entscheidungen positiv etwas bei eurer Ernährung zu ändern und sind wie immer für euch da. Bei Fragen schreibt uns einfach eine Email.

Da wir schon viele Fragen zu dem Thema bekamen hier bereits ein paar Hinweise.

Solltest du eine Fastenphase machen, beachte bitte: 

  • Keine Kalorien in der Fastenzeit
  • In der Fastenzeit ist Wasser und Tee erlaubt
  • Wenn in der Fastenzeit trainiert wird, nimm vor dem Training 10g BCAA zu dir
  • Achte darauf, dass du nach dem Training noch Zeit zum Essen hast
  • Versuche dich an die Zeiten zu halten, damit sich dein Körper darauf einstellen kann

Grundsätzlich entscheidend für eure Gesundheit ist und bleibt, wie ihr euch im Durchschnitt der 365 Tage im Jahr ernährt – mehr zur gesunden Ernährung findet ihr hier.

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1 comment

  1. ein sehr informativer Beitrag liebe Anja!
    das Intermittierende Fasten scheint gerade so einen kleinen Hype zu erleben – zumindest hört und liest man immer öfter davon 😉

    tatsächlich setze ich eine ähnliche Ernährungsform schon seit gut 2 Jahren um, weil es meiner Verdauung einfach besser tut! allerdings bin ich dabei nicht sehr strickt und bevorzuge die Variante, bei der man nur 14- 16 Stunden fastet und dann isst 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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