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Wunderschöne Kuschelzeit – das Wochenbett genießen

Wochenbett – jeder kennt es, aber kaum jemand spricht darüber. Warum eigentlich? Dabei ist es eine ganz besondere und wunderschöne Zeit – vorausgesetzt Du bist ein bisschen vorbereitet.

Ich bin Mama von drei zauberhaften Kindern und durfte drei Mal diese außergewöhnliche Zeit erleben. Unser jüngster Spross – Frau Lilli (so nennen wir sie liebevoll im engsten Familienkreis) – ist mittlerweile 6 Monate alte und ich schaue auch dieses Mal sehnsüchtig zurück und stelle ein drittes Mal fest, immernoch zuviel Alltag, zuviel Haushalt, zuwenig Kuscheleinheiten, zuviel Besuch, zuwenig Hilfe zugelassen zu haben. Ein bisschen wehmütig macht es mich schon, aber ich weiß auch, es war schon deutlich entspannter als Wochenbett 1.0 und 2.0. … ich wäre gern einfach noch besser vorbereitet gewesen!

Ich möchte euch hier gern meine Tipps zusammenfassen und euch mitgeben, in der Hoffnung, dass ihr mal weniger wehmütig an diese zauberhafte Zeit zurück denkt und ganz viel genauso ist, wie ihr es euch vorgestellt habt.

1. Wochenbett heißt WochenBETT

Das Wochenbett ist die Zeit 6-8 Wochen nach einer Geburt, die dazu dient wieder Kraft zu sammeln, sich auszuruhen und dem Körper die Chance gibt zu heilen und vieles wieder zurück zu bilden. Wochenbett heißt WochenBETT! Euer Körper hat gerade 10 Monate Höchstleistung mit einem – vermutlich – anstrengenden Finale vollbracht! Also: ab ins Bett! Ausruhen, Kraft sammeln, erholen, entspannen!

2. Zeit zum Verlieben

Ihr habt endlich den wichtigsten und wunderschönsten kleinen Menschen in euren Armen. Nehmt euch die Zeit zum Verlieben, zum Kennenlernen und Kuscheln. Auch das kleine Menschenkind braucht Zeit und Ruhe, um euch kennenzulernen und in der Welt anzukommen. Nehmt euch die Zeit, ganz bewusst! Führt ein Tagebuch, schießt unendlich viele Bilder und filmt. 

3. Besuchsverbot

Ich weiß wie schwer es ist! Aber genießt die Zeit alleine! Ihr und eure Baby habt noch ein ganzes Leben lang Zeit die Familie kennenzulernen. Es ist so schön, dass Oma, Opa, Tante, Onkel etc. das neue Familienmitglied begrüßen wollen, aber schiebt es auf! Ihr erspart auch den Stress bewirten zu wollen, aufräumen zu müssen, Einkaufen zu gehen, euren Zeitplan auszurichten etc.. Solltet ihr nicht drumrum kommen, führt eine Regel ein; jeder Besuch muss etwas gesundes zu essen mitbringen (das spart Zeit), einen großen Salat, Stillkugeln, einen Topf leckere Suppe oder was sonst noch einfällt.  

4. Bereitet gesundes Essen vor

In den ersten Tagen und Wochen steht eure Welt Kopf. So ein kleiner Zwerg wird es schaffen, dass Ihr stundenlang nicht zum essen kommt, geschweige denn zum Kochen. Aber, greift auf gesunde Lebensmittel zurück, die ihr bevorraten könnt: TK-Berren sind voller Vitamine (lest mehr) und lassen sich prima in einen Quark oder Joghurt rühren und sind damit ein leckeres Frühstück oder Zwischendurchsnack. Kocht euch vor der Geburt ein tolles Suppenhuhn stundenlang aus und füllt die wertvolle Brühe in Gefriertüten (solche zum zuschieben), dann habt ihr leckere kleine Portionen parat, die Kraft geben und rasch zubereitet sind. Oder kocht euch einen großen Topf Möhren, Linsen- oder Kartoffeleintopf und portioniert diese ebenfalls am einfachsten in entsprechenden Tüten (einkochen funktioniert auch) – leckerer Rezepte findet ihr zum Beispiel im Suppenblog 

5. Viel trinken – habt Wasser in Reichweite

Es hört sich blöd an, aber die ersten Tage kommt man zu nix und zur Not wird es eine große Herausforderung mit Baby auf dem Arm eine Flasche Wasser zu öffnen (schon mal probierte? Klappt nicht!) also lasst euch von eurem Herzmenschen morgens 2-3 Karaffen Wasser oder große Trinkgläser ans Bett oder an den Stillsessel stellen. Trinken ist wichtig, für Eure Gesundheit, für die Milchbildung, für die Entwässerung und überhaupt. 

6. Seid auf den Heißhunger vorbereitet! 

Es wird passieren. Irgendwann in den ersten Tagen wird euch der Heißhunger packen. Ihr werdet feststellen, dass ihr bereits mehrere Stunden nichts mehr gegessen habt und euer Körper sich meldet und zwar in einer Deutlichkeit, wie es noch nie vorher war! Von jetzt auf gleich verlangt euer Körper nach Nahrung, denn er braucht unheimlich viel zusätzliche Energie, allein um Milch zu produzieren. Wo bekommt man jetzt auf die Schnelle etwas zu essen her und zwar SOFORT. Um nicht tief in die Süßigkeitentüte zu greifen, habt Nüsse da, die geben wertvolle Fette und Energie oder wünscht euch von eurer Freundin selbst gebackene Stillkugeln, die sind lecker und super gesund. 

7. Erste Hilfe für den Milcheinschuß

Das ist ein ganz besonderes Thema und ich denke ein ganz besondere Erfahrung in dieser Zeit. Nachdem man sehnsüchtig 2-3 Tage auf den sogenannten „Milcheinschuß“ gewartet hat, freut man sich zuerst wie verrückt! Endlich ist es soweit, das Baby bekommt endlich etwas zu trinken und die Brüste sehen super aus – prall und wohlgeformt. Bald danach versucht ihr vielleicht völlig verzweifelt einen Teil der Milch bloß endlich wieder loszuwerden weil eure Brüste gefühlt bald platzen und einen Tag später versucht ihr völlig verzweifelt wunde Brustwarzen wieder gesund zu bekommen. Ich habe zwei Geheimtipps für Euch: Um den Milchfluß anzuregen und zwar von ganz alleine, damit der Druck abnimmt, kauft unbedingt Retterspitz. Mit einem Wattepad den Retterspitz auf die Brust reiben (Brustwarzen auslassen) und leicht massieren und es läuft ein kleiner Milchbach los. Um wundgenuckelte, eingerissene Brustwarzen zu versorgen, bestellt Euch Multimum Kompressen. Eine echte Wohltat – wirklich!

8. Kauft euch tolle Bücher 

Gerade zu Beginn schlafen viele Babys gern und viel in Mamas Armen. Ich habe stundenlang dagessen und die kleinen Wunder betrachet und ich habe viel gelesen! Übrigens ist das die einzige Zeit für die nächsten Monate, ja vielleicht Jahre wo man noch dazu kommt zu lesen. Genießt es! Meine TOP 5 Buchempfehlung für diese Zeit:

9. Schreibt ein Babytagebuch

Ich denke es ist die schönste Erinnerung an die erste gemeinsame Zeit, die ihr euren Kindern später einmal schenken könnt – ein Babytagebuch. Ist euer Baby auf der Welt werdet ihr davon überzeugt sein, dass ihr nichts und auch überhaupt gar nichts vergessen werdet. DOCH! Ich wusste ein Jahr später nicht mehr, wann das Baby seinen ersten Zahn bekommen hat, wann es sich das erste Mal gedreht hat uvm., aber ich konnte es zum Glück nachlesen! Wir konnten die Zeit wieder aufleben lassen und mit den Geschwisterchen vergleichen und wir werden es spätestens, wenn wir unsere Enkel bekommen auch herausholen und voller Liebe all´ jene Details lesen, die vielleicht in Vergessenheit geraten sind. Ein tolle Auswahl hat Amazon hier für Euch bereit:

10. 10 Minuten Wellness am Tag

Nehmt euch 10 Minuten am Tag, ganz für euch alleine. Verwöhnt euch! Ihr habt es verdient. Eine Dusche mit einem duftendem Duschbad und anschließend einer wunderbaren Bodylotion bewirken wahre Wunder. Geht achtsam mit euch und eurem Körper um und gönnt euch diese Zeit! Mein Favorit ist aktuell die Serie TAO von Rituals – pflegt und duftet wunderbar angenehm.

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